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Kinder der Chromstange, es ist endlich soweit. Pole Dance als Sportart wurde vor wenigen Tagen, Ende Oktober um genau zu sein, von der General Association of International Sports Federations (GAISF) in London mit dem Beobachterstatus versehen. Der Beobachterstatus dient als der erste Schritt in Richtung volle GAISF-Mitgliedschaft. Unter anderem werden Beobachter eingesetzt, um die Einhaltung der Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur zu überwachen, damit die Sportart die erforderliche Anerkennung durch das jeweilige nationale Olympischen Komitees bekommt.

Katie Coates hat diese Entwicklung voran getrieben

Die Präsidentin der International Pole Sports Federation (IPSF), Catie Koates, betonte, dieser Schritt würde es dem Sport ermöglichen, sich international weiter zu entwickeln. „In nur acht Jahren haben wir einen globalen Sport etabliert und eine neue Generation von Sportlern und Sportlerinnen inspiriert. Ich bin der IPSF und der GAISF sehr dankbar und freue mich auf die Zukunft unseres Sports.“ Der britischen Tageszeitung Daily Telegraph gegenüber sagte Coates, sie sei zuversichtlich, dass der Pole Sport bei den Olympischen Spielen zu einer festen Größe werden würde.

„In den frühen 2000er Jahren fingen die Leute an, Pole Dance als Sport zu betreiben und das Erotik-Stigma abzulegen“, sagte sie der Zeitung. „Als die ersten Pole Sport Wettbewerbe begannen, war es mein Ziel, alles noch professioneller zu machen. Ich habe das Gefühl, dass wir das Unmögliche erreicht haben. Jeder sagte uns, dass wir Pole Dance nicht als Sport anerkennen lassen können.“

GAISF-Präsident Patrick Baumann sagte, die Olympischen Spiele könnten in Reichweite sein. „Wir heißen unsere ersten Beobachter herzlich willkommen“, sagte er. „Dies ist eine aufregende Zeit für uns alle, und wir werden alles daran setzen, diesem Sport zu helfen, sein volles Potenzial zu entwickeln und eines Tages vielleicht Teil des olympischen Programms zu werden. Die neuen Sportarten, die erstmalig bei Tokyo 2020 dabei sind und bei den Olympischen Spielen in Buenos Aires gezeigt wurden, sind ein Beweis dafür, dass es einen Weg gibt.“

«Es ist nicht das, was jeder sich darunter vorstellt»

Zugegebenermaßen, der Gedanke, dass Pole Dance vielleicht bald eine olympische Disziplin darstellen wird, ist irgendwie befremdlich. Jedenfalls zunächst. Mein zweiter Gedanke dazu ist eigentlich: Woah, dann wird der Sport gleich noch eine Stufe professioneller. Es wird mehr top ausgebildete Trainer geben, mehr Studios, mehr Figuren, mehr Kombinationen und vor allem einen Grund mehr, in Zeiten von Olympia vor dem Fernseher zu sitzen und die eigene Nation an der Stange anzufeuern. Und so befremdlich an sich ist unsere Sportart ja nun auch nicht. Denken wir einmal an das Kunstturnen oder rhythmische Sportgymnastik, dort geht es genauso wie an der vertikalen Stange auch viel um Athletik und um technische Fähigkeiten, sowie um Ausdruck und Kür. Auch beim Turnspringen werden zum Beispiel sehr knappe Outfits getragen.

Es bleibt spannend um die Sportart Pole Dance

Ganz sicher ist eine Aufnahme in das olympische Programm zwar noch nicht, aber eine erste große und wichtige Hürde wurde hiermit genommen. Jeder, der irgendwann mal behauptet hat, dass Pole Dance niemals als Sportart anerkannt würde, da es viel zu nah an der Rotlichtszene dran sei, wird nun hoffentlich eines besseren belehrt. Was unserer Sportart bisher noch fehlt, ist die Globalität. Denn bisher sind erst 25 nationale Verbände gemeldet, für eine olympische Aufnahme werden aber mindestens 40 Länder auf vier Kontinenten verlangt. Wir sind zuversichtlich, dass dies in den nächsten Jahren allerdings erreicht wird, wenn man sich mal die Entwicklung von Pole Dance als Sport in den letzten Jahren anschaut.

Dennoch heißt es weiterhin Daumen drücken, Mädels, für viele glänzende Medaillen in naher Zukunft!

 

Quellen: https://www.poleartmagazine.com/article/wird-der-pole-sport-bald-olympisch

https://www.thesun.co.uk/sport/4694689/pole-dancing-sport-olympics/