pilates

Auf der Suche nach wirkungsvollen Trainingsmethoden für unseren Körper sind wir alle ja wohl ständig. Gut, mit Pole Dance haben wir schon mal eine gefunden, manch eine von euch möchte aber noch ein wenig zusätzlich machen, kann sich aber für reines Gerätetraining gar nicht begeistern. Das wundert vermutlich keinen, denn sonst wärt ihr nicht bei einer so abwechslungsreichen und außergewöhnlichen Sportart wie dem Stangentanz gelandet. Nun, wie wäre es denn beispielsweise mit Pilates? Hier wird der Körper gleichermaßen wie der Geist gefordert. Beim Pilates werden einzelne Muskeln, vor allem die kleineren und tieferliegenden Muskelpartien, gezielt aktiviert, entspannt und gedehnt. Gleichzeitig kontrolliert ihr eure Atmung und koordiniert sie passend zu den Bewegungen.

Die Körpermitte steht im Fokus

Ein sehr, sehr großer Vorteil für alle, die Pilates ergänzend zum Pole Dance machen wollen, ist, dass beim Pilates der Fokus auf der Körpermitte liegt, also dem Rumpf. Vielleicht hat die ein oder andere von euch schon mal etwas vom sogenannten „Power-Haus“ gehört. Dieser Begriff steht im Pilates synonym mit dem Kraftzentrum eures Körper, quasi die Region um den Bauchnabel. Durch das Trainieren der Tiefenmuskulatur im Rumpf werden die untere und obere Körperhälfte zueinander beweglicher, ihr könnt euch bildlich gesprochen besser verdrehen. Außerdem werden Muskeln und Gelenke ohne zusätzliche Belastung gestärkt. Bester Nebeneffekt: Ihr bekommt zusätzliche Bauch- und Rückenmuskeln, die für die Arbeit an der Stange essenziell sind.

Schlanker, kräftiger, ausgeglichener

Pilates wird meist in Kleingruppen auf Matten trainiert und kann mit zusätzlichen Gewichten im Schwierigkeitsgrad gesteigert werden. Meist finden die Übungen aber nur mit dem eigenen Körpergewicht statt. Da es beim Pilates mehr auf die Qualität, also korrekte, fließende Ausführung der Übung und Dauer, als auf Quantität, also Wiederholungszahl, ankommt, wirkt dies zusätzlich entspannend auf euren Geist. Die koordinierte Atmung unterstützt dies optimal. Joseph Hubert Pilates, der Erfinder dieser Methode, nannte Pilates daher zunächst auch Contrology, da er die Vision hatte, man könne seine Muskeln mithilfe des Geistes steuern. Menschen, die Pilates machen, verfügen meist über eine deutlich verbesserte Körperhaltung, eine bessere Bewegungskoordination und erhöhte Körperwahrnehmung – also alles Dinge, die uns an der Stange enorm weiterhelfen.

Über 500 Übungen sorgen für Abwechslung

Es gibt rund 500 Übungen beim Pilates. Euch wird also ganz gewiss nicht langweilig. Generell wechseln sich dehnende und kräftigende Übungen ab. Dabei gelten hauptsächlich folgende sechs Prinzipien nach Friedman & Eisen: Konzentration, Zentrierung (Stichwort Power-Haus), Kontrolle, Atmung, Präzision (Stichwort Qualität) und Fluss (fließende Bewegungen). Somit verbindet Pilates Bewegung mit Kraft, Atmung mit Wahrnehmung (ihr werdet staunen, was ihr so alles wahrnehmt!), Haltung mit Beweglichkeit (yay!) und Anspannung mit Entspannung. Ein bisschen Yoga steckt hier also auch mit drin. Wie beim Pole benutzt ihr beim Pilates jeden Muskel und jedes Gelenk, weswegen wir finden, dass es die perfekte Ergänzung zum Stangentanz ist. Zudem verbrennt man rund dreihundert Kalorien in einer Stunde!

Dennoch ist Vorsicht geboten. Der Begriff Pilates-Trainer ist nicht geschützt. Prinzipiell kann sich also jeder so nennen. Allerdings sind exakte Kenntnisse der menschlichen Anatomie sowie langjährige Erfahrung in ähnlichen Sportarten nötig, um Pilates optimal zu erlernen und weitergeben zu können. Daher empfiehlt es sich, genau zu prüfen, in welchem Studio man sich für einen Pilates-Kurs anmeldet.

Fazit zu Pilates als Ergänzung zum Pole Sport

Wer beim Pole kopfüber, rechts und links zu schwungvoller Musik immer sein Bestes gibt und sich völlig auspowert, dem tut vielleicht Pilates wirklich gut. „In der Ruhe liegt die Kraft“ ist hier definitiv das Motto. Ihr könnt euren Geist wieder ins Gleichgewicht bringen, gleichzeitig etwas für den Kraftzuwachs und eure Beweglichkeit tun, sowie euer Körpergefühl und eure Wahrnehmung fördern. Durch die Aktivierung des Kraftzentrums, des Power-Hauses, stärkt ihre eure Rumpfmuskeln optimal für den Einsatz an der Pole und verbessert eure Körperhaltung. Ihr lernt, bewusster und koordinierter zu atmen – eine Sache, die uns an der Stange sicherlich auch des Öfteren helfen kann. Oder nicht? Nun, wir würden sagen, auf geht’s – ausprobieren! Gerne lesen wir auch eure Erfahrungsberichte!