magnesium

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Um die Thematik Nahrungsergänzungsmittel ranken sich Mythen um Mythen und jeder vertritt eine andere Meinung. Die Frage ist, ob es etwas nutzt, wenn wir zusätzliche Nährstoffe zu uns nehmen, wenn wir sportlich sehr aktiv sind.

Magnesium gegen Krämpfe an der Pole?

Magnesium kann von unserem Körper nicht selbst gebildet werden. Wir nehmen es hauptsächlich über die Nahrung zu uns und brauchen es für die Arbeit aller Muskeln. Am Tag sollte ein Erwachsener mit circa 300 bis 400 Milligramm Magnesium versorgt sein. Wer viel Sport (und das auch täglich) betreibt kann unter Umständen mehr Magnesium benötigen als oben angegeben. Symptome wie Verspannungen, Mattigkeit, Konzentrationsschwäche oder Niedergeschlagenheit können bei einer Unterversorgung mit Magnesium auftreten, am häufigsten sind jedoch die Muskelkrämpfe. Generell empfiehlt es sich, solche Symptomatiken vom Arzt abklären zu lassen. Darüber hinaus ist eine Umstellung auf magnesiumreiche Ernährung mit Vollwertkost sinnvoll. Möchtet ihr an eurer Ernährung nichts ändern, gibt es entweder Magnesiumpräparate in Tablettenform oder als Brausetablette. Letztere wird in Wasser aufgelöst. Um einen nachhaltigen Effekt zu erzeugen und euren Magnesiumhaushalt wieder in geordnete Bahnen zu lenken, sollte eine regelmäßige Einnahme erfolgen. Muskelkrämpfen kann so auf jeden Fall vorgebeugt werden.

BCAA und andere Supplements

Neulich im Fitnessstudio habt ihr vielleicht neben dem Eiweißpulver sogenannte BCAAs entdeckt. BCAA steht für Branched Chain Amino Acids (‚verzweigtkettige Aminosäuren‘). BCAAs enthalten die Aminosäuren Leucin (für den Aufbau und Erhalt der Muskelstrukturen), Isoleucin (für die Energieversorgung der Muskelzellen) und Valin (für die Energiegewinnung aus der Nahrung). Dies sind sogenannte essenzielle Aminosäuren, die vom Körper nicht selbst gebildet werden können und über die Nahrung aufgenommen werden müssen. BCAAs findet man im Sport häufig als Nahrungsergänzungsmittel, denn diese Aminosäuren wandern direkt in die Muskulatur und werden dort verstoffwechselt. Dort stehen sie dann sehr schnell zum Muskelaufbau und zur Energieversorgung zur Verfügung. Übergeordnet und sehr vereinfacht gesprochen unterstützen BCAAs die Proteinsynthese, also die Neubildung von muskulären Strukturen beispielsweise. Man findet diese Aminosäuren übrigens in Fleisch (vor allem Rind), Fisch, Milchprodukten und in vielen Gemüsesorten. Zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung kann man also mit BCAAs unterstützen. Meist reichen fünf bis zehn Gramm Pulver in Wasser aufgelöst am Tag zur Einnahme vor dem Sport.

Auch im Pole Sport hilfreich

Grundsätzlich sind Nahrungsergänzungsmittel also eigentlich nicht nötig, wenn man sich ausgewogen ernährt. Manchmal reicht die Zufuhr dennoch nicht aus und dann bietet sich die Unterstützung mit Magnesium und essenziellen Aminosäuren an. Haltet euch dennoch an die Dosierungsanweisungen, denn keiner von euch ist geholfen, wenn sie nach der Einnahme Stunden auf der Toilette statt an der Pole verbringt, oder? 😉