Pole Dance Motivation

Du stehst vor deiner ersten Kurseinheit oder hast schon ein paar Einheiten hinter dir. Du bist frisch verliebt in dein neues Hobby und stolz auf jeden kleinen Fortschritt? Herzlich willkommen. So geht es jeder Person, die mit Pole Dance beginnt. Doch bei Vielen schwindet die Motivation nach einer gewissen Zeit und die anfänglichen Begeisterung schlägt durch Misserfolge schnell in Frust um. Wie du beim Pole Dance bei der Stange bleibst und deiner Motivation in schlechten Phasen neuen Schwung verpasst, verraten wir dir in diesem Beitrag.

Ein Motivationtief bleibt beim Pole Dance nicht aus

Am Anfang bist du wahnsinnig neugierig, unheimlich begeistert und überrascht, was der eigene Körper leistet. Du bist stolz auf jeden neuen Pole Kiss – die blauen Flecken, die sich am Anfang nach den ersten Haltefiguren zeigen (mehr dazu findest du übrigens in unserem Beitrag SOS! Blaue Flecken & Co)? Anfangs sind die Fortschritte enorm. Sie stellen sich schnell ein und du wirst jedes Mal mit einer ganzen Menge Glückshormonen belohnt. Es ist ein bisschen wie mit dem Abnehmen: Anfangs purzeln die Pfunde schnell, später wird es langsamer. Freude, Erfolg, Belohnung, positives Feedback – all das sind Dinge, von denen wir nicht genug bekommen. Pole Dance scheint hier unser verlässlicher Lieferant zu sein, zumindest zu Beginn.

Es ist mit der ersten Verliebtheit in einer neuen Beziehung zu vergleichen. Die meisten Affären enden, nachdem der erste Anschwung von Euphorie, Kribbeln im Bauch und Abenteuer nachgelassen hat. Aber lässt du dich bewusst auf einen neuen Partner ein, hat diese erste Verliebtheit die Chance auf eine große Liebe und eine dauerhafte Beziehung. Nun stellt sich die Frage, hast du mit Pole Dance eine Affäre begonnen oder wird daraus eine echte Beziehung?

Hohe Fluktuation durch fehlende Motivation

Die Fluktuation im Pole Sport ist groß. Wenn du zu den Personen gehörst, die dabei bleiben, wirst du es bemerken: Nicht alle Polerinas, die mit dir im ersten Kurs waren, werden dich dauerhaft begleiten.
Einerseits liegt es daran, dass Menschen gerne neue Sachen ausprobieren und nicht alles Neue für die eigene Lebensgestaltung taugt. Andererseits hängt das mit den speziellen Anforderungen zusammen, die Pole Dance mit sich bringt.

Circa 2/3 werden den Pole Sport aufgeben. Du denkst, das klingt zu pessimistisch, aber das ist Realität. Du gehst davon aus, dass du zu den 30% gehörst, die dabeibleiben? Dass du keine Lust auf’s Training hast, liegt fern deiner Vorstellungskraft? Sehr gut! Eine Trainingseinheit unglücklich oder enttäuscht zu verlassen scheint dir unmöglich? Super! Aber die Realität ist, dieser Tag wird kommen. Je mehr du dir dessen bewusst bist, desto gelassener wirst du diesem Tag entgegensehen und umso leichter wird es dir fallen, damit unzugehen.

Warum Durchhalten beim Pole Dance schwer ist

Die Gründe sind mannigfaltig. Vielleicht liegt es am Studio, am Trainer, vielleicht daran, dass du dich unwohl in deinem Körper und knapper Pole Dance Kleidung fühlst, an deiner Einstellung oder auch an den sozialen Medien. Auf das Thema Körperform und Gewicht beim Pole Dance werden wir im nächten Beitrag besonders eingehen. Betrachten wir aber für’s Erste die beiden Punkte, die jeder für sich steuert: Die eigene Einstellung und den Umgang mit Social Media.

Pole Dance – Training mit Körper und Geist

Mach dir bewusst, dass die Anfangsbegeisterung abebben wird. Auf diese Weise bist du vorbereitet und wirst nicht davon überrascht. Der Tag, an dem du das Studio verlässt und denkst: „War okay heute. Aber es gab bessere Trainingseinheiten.“ – wird kommen. Je gelassener du diesem Tag entgegen gehst, umso leichter wirst du damit umgehen.
Verlange nicht zu viel von dir. Sei dir bewusst, dass das Tempo der Anfangsfortschritte nicht auf Dauer zu halten sein wird. Nimm Tage ohne erkennbaren Erfolg an. Lege den Fokus auf das, was zum wiederholten Male geklappt hat und akzeptiere, dass andere Dinge nicht geklappt haben.

Fortschritt geht nicht linear vonstatten. Nach einem Hoch folgt ein Tief. Ist der Rückschlag geringer als der Fortschritt, befinden wir uns auf einem aufsteigenden Ast. Manchmal ist das schwer zu erkennen, wenn du sieht, dass der Move, der gestern funktioniert hat, heute unmöglich scheint.

Soziale Medien – ein Auf & Ab der Motivation

Zu Beginn der Beziehung mit Pole Dance saugst du alles auf, was im Entferntesten damit zu tun hat: Facebook, YouTube, Instagram, Celebrities, Tutorials, Fotos, Alles! Du denkst dir: Wow! Wunderschön! Sieht toll aus! Das ist Motivation pur. Prima, wenn dich das an einem guten Tag heimsucht. Aber wehe, du stöberst in sozialen Netzwerken an Tagen, an denen es dir nicht gut geht. Dann kommt zur negativen Grundstimmung noch das Gefühl hinzu, dass alle anderen „besser“ wären. Alles, was du im Netz findest, scheint dich weiter nach unten zu ziehen. Alle anderen sind toll und schön und haben Kraft. Sie machen Moves und Tricks, die du dir nicht zutraust. Die Übergänge sind fließender und die Bewegungen ästhetischer als deine. Das entspricht nicht den Tatsachen, versprochen! Jede Person erleidet Rückschläge, jede Person hat schlechte Tage, jede Person hat Tricks, an denen sie seit Ewigkeiten arbeitet und die sie nicht hinbekommt.

Was jeder Pole Dance Sportler leistet

Poledance ist und bleibt Hochleistungsakrobatik. Es beinhaltet ein Höchstniveau an Training und gleichermaßen eine beständige Anforderung an den Geist und den Körper. Diesen Anforderungen an schlechten Tagen gerecht zu werden, ist eine Meisterleistung. Erkenne an, was du leistest und betrachte bewusst deine Anfänge. Siehst du deinen Fortschritt? Eben. Und wenn ein Move nicht klappt, ergänze den Satz „Ich bekomme den Trick nicht hin.“ um ein zusätzliches Wort und sage: „Ich bekomme den Trick NOCH nicht hin!“

Je weiter du kommst, desto kleiner werden die Fortschritte. Das bringt der Sport mich sich und hat nichts mit dir zu tun. Pole Dance ist und bleibt anstrengend. Immer. Wenn du das nicht akzeptierst, wirst du zu den 2/3 gehören, die den Sport an den Nagel hängen.

So bewahrst du deine Pole Dance Motivation

  • Gehe wohlwollend mit dir um!
  • Mache dir regelmäßig bewusst, was du erreicht hast!
  • Überfordere dich nicht!
  • Nimm‘ das Lob deiner Trainerin an!
  • Akzeptiere schlechten Tage!
  • Verdeutlich dir, dass kein Training umsonst ist und war!
  • Beende ein Training mit einem positiven Blick auf deine Leistung!
  • Belohne dich für Fortschritte!
  • Bestrafe dich nicht für Rückschläge!

Zusammengefasst

Wenn du mit der Pole Dance Stange eine Beziehung eingehst, wird sie für dich da sein. Sie verlässt dich nicht und steht fest wie ein Fels in der Brandung. Die einzige Person, die in der Lage ist, diese Beziehung zu verlassen, bist du. Zugegeben, die Pole ist unter Umständen eine Diva, unerbittlich und manches Mal mit schlechtem Grip verflucht. Dennoch zeigt sie dir, wie einzigartig und schön du bist.

Einmal mehr die Pole Dance Stange erklimmen, als sich von ihr abwenden – eventuell ist das der Schlüssel zum Glück!?